Der Herbst ist da!
und es gibt endlich wieder frische, knackige Äpfel!
In den Apfelplantagen hier am Bodensee hängen die Bäume so voll, dass mancherorts die Zweige abzubrechen drohen!

… endlich gibt es auch wieder unsere absolute Lieblingssorte – den „Pinova“ – er ist schön knackig, leicht säuerlich und nicht zu süss! Vergangenes Wochenende haben wir wieder eine Kiste davon bei unserem Obstbauern geholt! Hmmm einfach lecker in so einen erntefrischen Apfel zu beissen, findet ihr nicht auch?

… es ist aber auch extrem lecker in einen dieser kleinen goldgebackenen Äpfel zu beissen!

noch leicht warm – zu einem Tässchen Tee, Espresso, Kaffee … – ich sag nur: ein Genuss!

… und man tut noch etwas für seine Gesundheit 😉
denn wie sagt ein altes englische Sprichwort so schön?
„An apple a day keeps the doctor away!“
… es wird schliesslich nicht gesagt, welche Apfelsorte man bevorzugt essen sollte …

Die Apfelzeit hat mich nun zu diesen süssen Hefeteilchen inspiriert – die durch eine Füllung aus Apfel, Mandel, Marzipan, Cranberries und einem Schuss Calvados überraschen. Sehen sie nicht zum Reinbeissen aus!

 

[ Zutaten für 11-12 Stück in der Muffinform gebacken ]

Teig:
380 g Mehl Typ 405
150 ml lauwarme Milch
1 Pk. Trockenhefe oder 1/2 Würfel frische Hefe
4 El selbstgemachten Vanillezucker
50 g weiche Butter
1/2 Tl Zitronenabrieb (bspw. Dr. Oetker)
1 gute Prise Salz
1 Ei (Kl. M), zimmerwarm

Füllung:
50 g Apfel, gerieben
25 g Mandeln, gehackt
25 g Marzipan, gerieben
25 g Cranberries, gehackt
2 El Calvados  oder Rum
1 Tl Vanillezucker, selbstgemacht
etwas Zitronensaft
Prise Zimt

Ausserdem:
1 Ei, verquirlt zum Bestreichen
Salzstängel | Kürbiskerne für die Apfeldeko
Muffinblech | Papierförmchen

[ Zubereitung der Füllung ]
die genannten und vorbereiteten Zutaten der Füllung in eine Schüssel geben, vermischen und abgedeckt beiseite stellen (die Füllung sollte während der Teigruhe durchziehen)

[ Zubereitung des Teigs ]
Die Milch lauwarm erhitzen (ca. 30-35 C – nicht wärmer) und mit dem Vanillezucker und der Hefe verrühren bis sich alles aufgelöst hat.
In der Schüssel der Küchenmaschine das Mehl mit dem Salz mischen, ein Ei und die Hefemischung dazugeben und das Ganze mit dem Knethaken verkneten bis sich alles verbunden hat – nicht zu Ende kneten – sondern dann die weiche Butter dazugeben und weitere 8-10 Minuten kneten lassen – die Butter sollte am Ende komplett untergearbeitet sein.
Ist der Teig zu klebrig, kann man noch etwas mehr Mehl dazugeben.
Die Schüssel wird nun mit einem sauberen, angefeuchteten Küchentuch abgedeckt und kommt für ca. 60 Minuten in den Backofen – nur mit Licht an! – das Volumen des Teiges sollte sich in dieser Zeit verdoppeln.

In die Mulden des Muffinblechs die Papierförmchen setzen oder die Mulden gut ausfetten.

Den aufgegangenen Teig in Stücke teilen – bei mir waren es insgesamt 11 Stücke je ca. 60 g – diese zu Kugeln formen, rund ausrollen (Durchmesser ca. 12 cm) und in die Mitte etwa einen Teelöffel der Füllung geben. Die Seiten rund um die Füllung einklappen und zusammendrücken. Zu einer runden Kugel formen und mit der glatten Seite nach oben in die vorbereiteten Mulden legen.

Das gefüllte Muffinblech mit dem angefeuchteten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Nach 15 Minuten habe ich die Stängel in die „Äpfel“ gesteckt – hierfür jeweils von den Salzstangen die Enden abbrechen und in die Äpfel stecken. Weitere 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das zweite Ei verkleppern und die aufgegangenen Äpfel damit rundum bestreichen, die Kürbiskerne als Blätter auflegen und im untere Drittel (2. Schiene von unten bei 4 Schienen) des Backofens ca. 20 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Evtl. noch 5 Minuten im abgeschalteten Backofen lassen.

Das Muffinblech auf ein Kuchengitter stellen und die Äpfel in der Form auskühlen lassen.

Wie auch die richtigen Äpfeln schmecken diese hier frisch am allerbesten! … aber auch am nächsten Morgen – im Backofen bei 100 C aufgebacken – waren sie immer noch sehr lecker.

Die Füllung befindet sich tendentiell im oberen Teil des Apfels – auf den unteren Teil haben wir dann Butter und Honig geschmiert … hmmm, leckerschmecker

Hach, das ist einfach Apfelglück 🙂