Wie Ihr sehen könnt hält mein Brotbackfieber an und scheint in nächster Zeit auch nicht therapierbar zu sein! Ich hab‘ mich einfach mit einem ganz hartnäckigen Virus infiziert, der mich voll im Griff hat! … so kann ich einfach nicht anders und muss immer wieder Brot backen …

Vierkornbrot

Heute gibt es einen echten „Brummer“ in dem Goldleinsamen, Kürbis-, Sonnenblumenkerne und kernige Haferflocken stecken und auf dem oben drauf die gerösteten Sesamsamen für zusätzlichen Geschmack sorgen!

Wie schon die „Münsterländer Bauernstuten“ habe ich auch dieses Brot im Buch „Brot“ von Bernd Armbruster entdeckt – ihr findet es aber auch bei den Küchengöttern.

Nachdem ich es nun bereits mehrmals gebacken habe, möchte ich es Euch nicht mehr vorenthalten. Beim ersten Backversuch habe ich mich strickt an das Originalrezept gehalten und nach und nach die Zubereitung, Zutaten und Backtemperatur so angepasst, dass es für uns passt.

Eigentlich steht vor dem Vierkornbrot noch „schnell“ … da man die Körner & Haferflocken jedoch erst 2-3 Stunden vor der Verarbeitung einweichen muss, finde ich den Zusatz eher relativ und habe diesen gestrichen 😉 

Vierkornbrot

 

Kleiner Hinweis vorweg: Im Originalrezept werden die Körner & Haferflocken zusammen eingeweicht und direkt weiterverarbeitet. Bei dieser Variante haben unsere „Mägelchen“ leider empfindlich reagiert und etwas rebelliert. Meine Arbeitskollegin hat mir dann den Tipp gegeben, die eingeweichten Körner vor der Weiterverarbeitung zu „wässern“ – so mache ich es nun auch! und siehe da – es gibt keine Irritationen mehr 😉    (Merci, Pascale!)

 

[ Zutaten & Zubereitung für ein grosses Brot ]

je 50 g
Goldleinsamen oder „normale“ Leinsamen
Sonnenblumenkerne
Kürbiskerne

in eine Schüssel geben, mit 150 ml kochendem Wasser übergiessen, einmal umrühren, abdecken und 2-3 Stunden quellen lassen. Vor der Weiterverarbeitung werden die Kerne in ein Küchensieb gegeben und mit kaltem Wasser gut abgespült. (als ich das erste Mal gesehen habe, was da alles an „Schleim“ geht, wusste ich weshalb wir so unsere Problemchen hatten …)

50 g kernige Haferflocken
in eine zweite Schüssel geben, mit 50 ml kochendem Wasser übergiessen und ebenfalls abgedeckt 2-3 Stunden quellen lassen. (Nach der Quellzeit ist das ganze Wasser aufgesogen und man hat einen dicken Haferflockenklumpen).

Vierkornbrot

1 Pk Trockenhefe oder 20 g frische Hefe und
1 El Zuckerrübensirup

mit 300 ml lauwarmen Wasser (nicht wärmer wie 35 C) verrühren. Hierzu am besten gleich die Rührschüssel der Küchenmaschine verwenden.

Unter dieses Hefegemisch werden dann die gequollenen Körner und Haferflocken gerührt, so dass diese nicht mehr „klumpen“ und die weiteren Zutaten in der folgenden Reihenfolge dazu gegeben:

350 g Weizenmehl Typ 550
250 g Roggenmehl Typ 1150
75 g flüssiger Sauerteig, gekauft oder selbstgemacht
1 El Salz (10 g)

Nun wird das Ganze mit dem Knethaken der Küchenmaschine gute 8 Minuten durchgeknetet – erst 4 Minuten auf niedriger und dann weitere 4 Minuten auf höchster Stufe.

Der Teig ist nach der Kneterei ziemlich feucht, aber das ist ok so. Die Schüssel wird jetzt mit einem sauberen, angefeuchteten Tuch abgedeckt und der Teig darf für 2030 Minuten an einem warmen Ort ruhen (bspw. im Backofen nur mit Licht an).

Vierkornbrot

Nach der Ruhezeit hebt man den Teig am besten mit einem Teigschaber aus der Schüssel, knetet ihn auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche mit etwas zusätzlichem Mehl durch und bringt ihn in eine längliche Form. Nun darf er nochmals weitere 25 Minuten ruhen, hierzu lege ich ihn in ein längliches Gärkörbchen, decke ihn wieder mit dem angefeuchteten Küchentuch ab und wickle ihn zusätzlich noch in eine dicke Decke, damit er es auch wirklich kuschelig hat.

Vierkornbrot

In der Zwischenzeit wird der Backofen auf 240 C Ober/-Unterhitze (besser keine Umluft verwenden) vorgeheizt und ein mit Wasser benetztes Backblech mit eingeschoben – sobald der Backofen aufgeheizt ist wird dieses Blech wieder herausgenommen.

Den aufgegangenen Laib kippe ich nach etwa einer halben Stunde aus dem Gärkörbchen auf ein zweites – mit Backpapier – belegtes Backblech, schneide ihn mit einem spitzen Messer der Länge nach ca. 1 cm tief ein, pinsel ihn rundum mit Wasser ein und bestreue ihn mit ca. 50 g Sesamsamen.

Vierkornbrot

Nun schieb ich das Brot in den Backofen ein und backe es für 35-40 Minuten, 10 Minuten bei 240 C / restliche Zeit bei etwa 220-200 C. Klopfprobe nicht vergessen! 

… dann lasse ich es auf einem Kuchengitter auskühlen und warte sehnlichst darauf, es endlich anschneiden zu können!

Lauwarm – nur mit Butter & Meersalz, mehr brauch ich dann nicht! … vor lauter schnabulieren hab‘ ich dieses Mal ganz vergessen den Anschnitt zu fotografieren 😉… aber es schmeckt lecker & sieht auch innen gut aus – versprochen!

Vierkornbrot

Na, Lust bekommen Brot zu backen?    Weitere Rezeptideen gib es auf der BildgalerieBrot & Brötchen !

Viel Spass beim Stöbern!

Für alle, die es noch nicht gesehen haben … alle Rezepte auf diesem Blog können auch ganz easy als pdf gespeichert & gedruckt werden – mit und ohne Bilder 😊 Wie es geht seht ihr HIER!

bis die Tage, Britta