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Sodele, da bin ich wieder!

Ich hoffe, Ihr hattet alle einen guten Start ins Jahr 2017 und konntet ein paar schöne Tage nach Eurem Gusto verbringen! Herr B. und ich waren vergangene Woche im französischen Jura in der Nähe von Pontarlier und haben dort die Gegend erkundet, welche wirklich zu empfehlen und im Winter (eigentlich) ein Langlaufparadies ist. Da jedoch keinerlei Schnee ins Sicht war, haben wir die Langlaufausrüstung gleich ganz zu Hause gelassen und unsere Wanderschuhe eingepackt. Schön war es trotzdem! Jeden Tag herrliches Wetter mit Sonne, blauem Himmel und keinem Wölckchen – was willste mehr! Gut es hätte zum Wandern ein paar Grad wärmer sein können, dann wären die Vesperpausen gemütlicher gewesen 😋

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Das nachfolgende Gericht habe ich bereits vor Weihnachten gekocht, als es sich die kleinen Kalorienteufelchen noch nicht auf meinen Hüften gemütlich gemacht hatten. Momentan ist nämlich ein bissle Schmalhans im Hause „geniesserle“ angesagt … bis die Hosen wieder (richtig) passen 😉 und nicht mehr zwicken …

Wir waren beide ganz begeistert von diesem Essen das durch die Zugabe des Anisschnapses im Sössle besonders lecker ist. Zugegeben, die Zubereitung ist etwas aufwendiger, aber es lohnt sich! Ich könnte mir auch vorstellen es für mehrere Gäste zu kochen. Das Ragout kann gut vorbereitet werden und das Risotto wird dann frisch zubereitet.

[ Zutaten für 2 Portionen ]

10 Garnelen TK oder frische (roh, mit Schale ohne Kopf)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Tl Krustentierpaste
3-4 El Butter
Salz
Cayennepfeffer
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 El Tomatenmark
1-2 Lorbeerblätter
1 Sternanis
1 rote Chillischote, klein
1 Glas (400 ml) Krustentierfond
200 ml Schlagsahne
Saft einer 1/2 Limette
1 Tl Anisschnaps (bspw. Pernod, Ouzo, Pontarlier Anis)
6-7 Frühlingszwiebeln (Bund), weisse/hellgrüne Teile in ca. 3 cm lange Stücke schneiden
150 g Risottoreis
250-300 ml Weisswein

Vorbereitung
Teller vorwärmen, am besten tiefe Teller verwenden.

[ Zubereitung ]

TK-Garnelen auftauen, unter kaltem Wasser abspülen, die Garnelenschwänze aus den Schalen brechen und die Schalen zur Seite stellen – nicht wegwerfen!

Die Garnelenschwänze sauber entdarmen, nochmals unter kaltem Wasser abspülen und mit einem Papiertuch trocken tupfen.

Die Zwiebel fein würfeln, ca. 1-2 El davon für das Risotto beiseite stellen.
Knoblauchzehe ebenfalls fein würfeln.

2-3 El Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Krustentierpaste hinzufügen alles gut verrühren und bei starker Hitze die Garnelen unter Wenden 2-3 Minuten anbraten. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen, herausnehmen, in einen tiefen Teller geben und bspw. im Backofen bei niedriger Hitze warm halten.

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Knoblauch & Zwiebel in die gleiche Pfanne geben und beides glasig dünsten. Garnelenschalen dazu geben und bei starker Hitze unter Wenden ca. 5-10 Minuten anbraten. Tomatenmark zugeben und kurz anschwitzen, falls alles etwas ansetzt ggf. nochmal etwas Butter dazu geben. Lorbeer, Sternanis und Chillischote zufügen, mit Krustentierfond auffüllen, gut umrühren und das Ganze auf die Hälfte einköcheln lassen. Der eingekochte Sud wird dann durch ein feines Sieb in einen grossen Topf gegossen.

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Zum Sud im Topf die Sahne giessen und leicht cremig einköcheln lassen. Mit Salz, Cayennepfeffer, Limettensaft und Anisschnaps würzen, beiseite stellen.

Parallel dazu das Weisswein-Risotto zubereiten (dauert ca. 20 Minuten). Hierzu erst 1-2 El Zwiebelwürfel in 1-2 El Butter anschwitzen, den Reis hinzufügen und ebenfalls anschwitzen, dann das Ganze mit Weisswein auffüllen, bis der Reis gerade so bedeckt ist und vor sich hinköcheln lassen. Der Reis saugt die Flüssigkeit auf und es muss immer wieder umgerührt und abwechselnd Wasser und Weisswein nachgegossen werden – bei mir war das von der Menge je 250-300 ml Weisswein und Wasser – bis der Reis gar und sämig ist aber noch Biss hat. Mit etwas Salz abschmecken.

Nun werden noch die kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln in einer Pfanne in etwas Butter angeschwitzt, sie sollten am Ende noch Biss haben.

Die gebratenen Garnelen und die Frühlingszwiebeln in den Topf zur Sauce geben, alles nochmals kurz erwärmen und auf den vorgewärmten Tellern servieren.

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Rezeptinspiration: essen & trinken 03/04

O-Ton von Herrn B. (er ist gelernter Koch): schmeckt als hätt‘ ich es gekocht – Höchstlob 😉…