Münsterländer Bauernstuten

So, nun ist es passiert … wir haben ein „Baby“!!! Es ist nun schon drei Wochen alt und wir sind sehr glücklich damit!!! Es ist so wie man es sich wünscht, lieb & ruhig, schläft die meiste Zeit und möchte immer wieder mal gefüttert werden. Nein, nein!!! Es ist nicht so wie ihr nun vielleicht denkt 😉 … denn unser Baby schläft nicht im Bettchen, sondern im Kühlschrank und möchte nur so einmal pro Woche rausgeholt und gefüttert werden … es ist nämlich unser „Sauerteigbaby“.

Falls Euch interessiert, wie ich das Baby bekommen habe schaut einfach mal hier bei Valesa von brotbackliebeundmehr vorbei, sie hat einen ganz tollen Blog und unheimlich viele Infos zum Thema Sauerteig, Brot backen und vieles mehr!!!

Da mein Baby, das Sauerteiganstellgut, immer wieder gefüttert werden muss und dementsprechend „wächst“ bin ich nun vermehrt auf der Suche nach Brotrezepten mit Sauerteig.

Das Rezept für dieses Brot habe ich in dem Buch Brot von Bernd Armbrust entdeckt und auch hier bei den Küchengöttern gesehen.

Nachdem wir so begeistert von diesem Brot sind und ich es mittlerweile schon drei Mal gebacken habe, möchte ich es Euch nicht mehr vorenthalten.

Ich habe das Originalrezept allerdings etwas angepasst, da es uns beim ersten Versuch zu salzig war und der Teig meiner Meinung nach zu klebrig … ausserdem habe ich anstatt zwei kleinen ein grosses Brot gebacken.

Münsterländer

[ Zutaten ]

7 g Trockenhefe oder 21 g frische Hefe
450 ml Buttermilch, lauwarm
75 g Roggensauerteig selbstgemacht oder gekauft
200 g Roggenmehl Typ 1150
300 g Weizenmehl Typ 550
12 g Salz (2 Tl)
1 El Zuckerrübensirup
Mehl für die Arbeitsfläche, zum Formen und Bestäuben

[ Vorbereitung & Zubereitung ]

Zuerst wird die Hefe in der Buttermilch unter Rühren aufgelöst – falls ihr die Buttermilch direkt aus dem Kühlschrank nehmt, solltet ihr sie in einem Topf lauwarm erhitzen – aber nicht wärmer wie 35 C! Nachdem sich die Hefe aufgelöst hat wird die Mischung in die Rührschüssel der Küchenmaschine gegossen, der Sauerteig hinzugefügt und alles gut verrührt.
Auf dieses Hefe-Sauerteig-Gemisch kommen zuerst die beiden Mehlsorten, dann der Zuckerrübensirup und zum Schluss das Salz (Wichtig, Hefe und Salz sind keine Freunde und möchten so „direkt“ nichts miteinander zu tun haben! treffen sie direkt aufeinander kann es zu Komplikationen kommen …)

Das Ganze wird nun etwa 10 Minuten mit dem Knethaken der Küchenmaschine durchgeknetet – erst 4-5 Minuten auf niedriger Stufe und weitere 4-5 Minuten auf höchster Stufe.

(1) Dann wird der Teig am besten mit einem Teigschaber aus der Schüssel gehoben, auf eine „gut“ bemehlte** Arbeitsfläche gegeben und mit einem sauberen, angefeuchteten Küchentuch für 30 Minuten abgedeckt. (**der Teig ist ziemlich klebrig und deswegen solltet ihr mit dem Mehl auf der Arbeitsfläche auch nicht sparen …)

(2) Nach der 30 minütigen Ruhezeit ist der Teig etwas aufgegangen und kann kann weiterverarbeitet werden. Hierfür solltet ihr noch weiteres Mehl (Typ 550) in Reichweite haben, da der Teig immer noch ziemlich feucht ist und dazu tendiert an der Arbeitsfläche kleben zu bleiben …

Münsterländer

(3) Der Teig wird nun mit etwas Mehl durchgeknetet, platt gedrückt und

(4) von aussen nach innen rund gefaltet, d.h. man klappt ein Stück von aussen nach innen in die Mitte, dreht das Teilstück etwas, klappt das nächste Stück von aussen nach innen ein und wiederholt diesen Vorgang mehrere Male bis man ein

(5) rundes Brot vor sich liegen hat. Der Verschluss ist hierbei oben und bricht später beim Backen auf. Der geformte Teig wird nun nochmals mit dem angefeuchteten Küchentuch abgedeckt und für weitere 15-20 Minuten ruhen gelassen.

In der Zwischenzeit kann der Backofen vorgeheizt werden. Hierfür ein Backblech mit einer Tasse Wasser benetzen und den Backofen mit diesem Backblech auf 220 C (Ober/-Unterhitze) vorheizen.

Ein weiteres Backblech mit Backpapier auslegen, das Brot darauf legen …

(6) … mit Wasser einpinseln und leicht bemehlen.

Nun wird das Brot 5 Minuten bei 220 C gebacken und dann noch weitere 30 – 35 Minuten bei 210 C (Klopfprobe!). Sollte das Brot nach dieser Zeit noch nicht hohl klingen einfach nochmals in den Backofen stellen bei abgestellter Temperatur.

Na, das kann sich doch sehen lassen oder?

Münsterländer

So sieht es übrigens im Anschnitt aus! … wie immer ist es mir schwer gefallen, das Brot richtig auskühlen zu lassen 😉

Münsterländer

Ich hätte wirklich nie gedacht, das mir Brot backen so viel Spass macht und wir nur noch ganz selten eins kaufen! … heute hab‘ ich schon wieder eines im Backofen – dieses Mal mit Körnern … Rezept folgt demnächst!

Münsterländer

Ich würde mich freuen, wenn Ihr dieses Rezept mal ausprobiert! Weitere Brotrezepte finder ihr auf meiner Bildgalerie „Brot & Brötchen“

Bis die Tage, Britta