Vielleicht habt ihr ja schon gelesen, weshalb ich Mitte September für eine Woche auf Sylt war … falls nicht, könnt ihr es hier noch nachlesen 😉

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Wie schon im Frühjahr 2014 habe ich, ganz so wie ich es mir gewünscht habe, eine wettertechnisch wirklich schöne Woche mit viel Sonne und trockenem Wetter erwischt! Wir sind nur einmal während unserer Wanderungen in einen kurzen Regenschauer geraten, aber irgendwie musste das dann auch mal sein … so ein bisschen Schietwetter – sonst hätte etwas gefehlt 😉 ….

Die nachfolgenden Wanderungen sind ca. 10 km lang und mit Pausen  haben wir 3-3.5 Stunden benötigt. Während der Wanderungen haben wir durch unsere sympathische Fastenleiterin Anja unheimlich viel über die Insel, ihre Bewohner, die aktuellen Probleme und über Flora & Fauna erfahren. Sie konnte auch den ein oder anderen von uns durch ihre nette Art zum Mitwandern motivieren, falls die Lust gefehlt hat.

… Westerland „Dünensteg“ – Rantum … und zurück …

Wir gehen direkt vom Fastenhaus los, welches am südlichen Ende von Westerland liegt und gelangen über den Dünensteg (am nördlichen Ende des „Dünen Camping Sylt„) an den Strand. Mir geht das Herz auf als ich nach anderthalb Jahren die Nordsee wiedersehe!

img_2183Hier geht es am Strand entlang bis zur „Strandsauna Rantum“ und bei einem 40 minütigen Schweigemarsch hat jeder die Gelegenheit etwas in sich zu gehen und die schöne Szenerie auf sich wirken lassen … alle Teilnehmer sind sich später einig, dass diese täglichen 30-40 Minuten ohne „Quasseln“ mit zu den schönsten Momenten gehören. Man sieht dann einfach me(e)hr und nimmt alles intensiver auf – mir geht es zumindest immer so …

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… die absolute Hochsaison ist vorbei, die ersten Strandkörbe werden bereits eingesammelt …

img_2186Wir verlassen den Strand an der „Strandsauna Rantum“ und gehen durch die Heide bis zum Dorfhotel Rantum.

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Im Dorfhotel trinken wir unseren Mittagssaft und gehen danach durch den Campingplatz, an der westlichen Seite des Rantumerbeckens entlang, an einer Kläranlage vorbei, zurück zu unserem Ausgangspunkt. (Der Rückweg ist nicht wirklich schön ist und ich persönlich würde mit dem Bus zurück nach Westerland fahren oder das Rantumer Becken über den Deich in östliche Richtung, Richtung Tinnum umrunden – das ist aber dann schon noch ein ganzes Stück weiter …) 

 

… von Puan Klent … den Salzwiesen entlang nach Hörnum … um die Odde … 

Heute ist der Himmel bedeckt und das wird sich bis zum Abend auch nicht ändern, aber egal – nur blauer Himmel ist ja auch langweilig! Wir fahren mit dem Bus bis zur Station „Puan Klent“ und gehen von dort aus auf der Wattseite, an Salzwiesen entlang, Richtung Hörnum

img_2201Wir können beobachten wie die Zugvögel sich draussen auf dem Watt sammeln und trotz des bedeckten Wetters ist es mit den Wolkenbildern eine schöne Stimmung.

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Auf unserem Weg lassen wir das Ev. Jugendzeltlager Strandläufer rechts liegen und laufen schweigend zum Nationalpark Wattenmeer an den Strand.

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Es geht am modernen Golfhotel Budersand vorbei bis wir den Hörnumer Hafen erreichen. Hier schauen wir ob die Robbe Willi zu sehen ist – aber Willi vergnügt sich wohl gerade anderswo … An einem Montag fastend durch Hörnum zu gehen und dann an ein Werbeschild zu sehen auf dem steht, dass Montag Schnitzeltag ist! hat doch den ein oder anderen am Fasten zweifeln lassen 😉.

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Aber alle sind „stark“ geblieben und wir haben unseren „Mittagssaft“ im Hotel 54 Nord getrunken. Nach der Pause gehen wir am Leuchtturm vorbei um die Hörnumer Odde

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Für mich ist es erschreckend zu sehen, wie sie sich seit dem Frühjahr 2014 verändert/verkleinert hat. Der Bus bringt uns wieder zurück nach Westerland (leider kann ich nicht mehr nachvollziehen wo wir genau den Strand verlassen haben und zu welcher Busstation in Hörnum gelaufen sind)

 

… Westerland „Himmelsleiter“ … Kurpromenade Westerland … Wenningsstedt … Rotes Kliff … Uwe-Düne … Kampen … 

Wir starten wieder direkt am Fastenhaus und gehen durch die Wohngebiete zum Strandzugang Himmelsleiter.

img_2229Von hier haben wir einen tollen Rundblick über Westerland und weit über das Meer. In der Ferne können wir sogar, sehr klar den Offshore-Park mit seinen ca. 80 Windmühlen im Meer erkennen.

img_2230Wir gehen in Richtung Westerland, an der Musikmuschel vorbei bis zum Ende der befestigten Kurpromenade beim Bistro S-Point Sylt.

Dann geht es wieder an den Strand runter und wir laufen schweigend und geniessend nach Wenningstedt. Vom Strand aus kann man schon von weitem das gewölbte begrünte Dach von „Gosch“ erkennen.

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In Wenningstedt verlassen wir den Strand wieder über die grosse Strandtreppe in der Nähe von Gosch.

Der Weg führt uns weiter oberhalb des Strandes zum Roten Kliff – der Ausblick von hier oben auf den breiten Strand ist einfach traumhaft und ich kann mich kaum daran satt sehen!

img_2232img_2233Leider haben wir nicht allzuviel Zeit zum Verweilen und gehen zur Uwe-Düne weiter.

Wer hier die 110 Stufen hochläuft wird mit einem weiten Rundblick über Sylt belohnt. Von hier oben sehen wir auch schon den weiteren Weg Richtung Kampen.

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Unsere Runde für heute beenden wir in der Kupferkanne von Kampen … das ein oder andere Stück Kuchen hätte ich hier am liebsten von den Tabletts genommen!

img_2228Nach dieser schönen Wanderung bringt uns ein Taxi bringt zurück zum Fastenhaus.

Sodele, dies waren die Wanderungen in der ersten Wochenhälfte – die der zweiten folgen demnächst …

Jetzetle, hoffe ich dass ihr durch diese Eindrücke auch Lust bekommen habt Sylt zu erwandern – fasten muss ja nicht sein – ist ja schliesslich nicht jedermanns/-fraus Sache, gell? 😂

Falls aber jemand am Ablauf eines Fastentages interessiert ist kann er gerne weiterlesen – allen anderen sag ich „Tschüss bis zum nächsten Mal“ 😉!

Typischer Tagesablauf kurz zusammengefasst:

Treff um 8.00 Uhr im Gemeinschaftsraum zum Morgentee.
Morgengymnastik im Garten – 2x ums Haus joggen und „Hallo wach“-Übungen.
Danach wird der morgendliche Saft bei schöner Musik und in Stille zu sich genommen.
Dann gibt es eine kurze Fragerunde zur Befindlichkeit der Teilnehmer und eine Erklärung mit Hintergrundinformationen wo uns die Wanderung hinführen wird.
Abmarsch zur Wanderung meistens um ca. 09.30 Uhr.
Dauer der Wanderungen ca. 3 Stunden mit kurzen Trinkpausen.
Während der Wanderungen gibt es jeweils 30-45 Minuten Zeiten der Stille und jeder läuft nach seinem Tempo …
Den Mittagssaft gibt es dann in einem Restaurant/Cafe.
Rückkehr zum Fastenhaus zwischen 13.30 und 14.00 Uhr.
Hier gibt es dann noch Zitronen/Grapefruit/Orangenschnitze zum aussuggeln – nicht essen! damit man mal wieder einen anderen Geschmack im Mund hat 😉.
Der Nachmittag ist „frei“ und nach den Wanderungen sind die meisten erst einmal etwas kaputt und freuen sich auf einen Mittagsschlaf mit Leberwickel.

Abends gibt es um 18.00 „Abendessen“ mit GemüseBRÜHE … zum Glück gibt es noch frische Kräuter und etwas Würzpulver wie Ingwer, Chilli, Kurkuma, Koriander … ansonsten würde sie nach nicht viel schmecken …
Wer möchte kann danach noch am Meditationsangebot, Yoga etc. teilnehmen.

… und irgendwann heisst es dann „Gute Nacht“ …