geniesserles Weizenbrot | kastenbrot. einfach. lecker.

Backen ist mein Yoga.
Brot backen tut mir gut.

Es ist immer wieder schön ein neues Rezept zu entwickeln und zu sehen wie aus einfachen Zutaten ein leckeres Brot entstehen kann.

So auch dieses einfache Weizenbrot, dass ich seit einiger Zeit regelmässig backe …

Auch wenn mich mein Leben 1.0 seit ein paar Monaten so sehr in Anspruch nimmt, dass mir schlichtweg die Energie, Muße & Zeit fehlen um mein „Blogbaby“ geniesserle regelmässig mit neuen Rezepten zu füttern …

Brot backen geht (fast) immer … auch am Abend nach einem langen Arbeitstag … da kann ich abschalten … und freue mich auf den Anschnitt am nächsten Morgen …

Für dieses Rezept verwende ich aktiven Weizensauerteig aus dem Kühlschrank. Hierfür habe ich vor einiger Zeit meinen Roggensauerteig einfach „umerzogen“ und ihn anstatt mit Roggenmehl immer wieder mit Weizenmehl gefüttert.

Um zu sehen, ob der Sauerteig aus dem Kühlschrank oder der neu gefütterte noch beziehungsweise schon aktiv ist, gibt es einen einfachen Trick: 

Einfach ein Glas mit Wasser füllen und etwas Sauerteig hineingeben – schwimmt er an der Wasseroberfläche ist er aktiv – sinkt er nach unten braucht er noch ein bissel Zeit.

Mein Anstellgut aus dem Kühlschrank aktiviere ich in der Regel immer 1:1:1 – für dieses Rezept hier 25 g Weizenanstellgut, 25 g Weizenmehl Typ 1050, 25 g lauwarmes Wasser

Neben dem Weizensauerteig gebe ich noch etwas frische Hefe in den Teig, um den Zeitaufwand am Abend im Rahmen zu halten und benötige so alles in allem etwa 3,5 Stunden Zeit um dieses leckere Brot aus dem Backofen zu holen … 

Ich backe es übrigens immer in einer Kastenform, das bringt den Vorteil mit sich, dass alle Brotscheiben in etwa gleich gross sind. Zum Einschneiden verwende ich eine Rasierklinge, die ich auf einen Holzstäbchen gesteckt habe – das ist mein Bäckermesser Marke Eigenbau – funktioniert prima 😉

Hmmm, dieser Duft wenn das frisch gebackene Brot aus dem Backofen kommt – einfach himmlisch! 

So jetzt möchte ich Euch aber nicht länger auf die Folter spannen und das Rezept verraten!

geniesserles Weizenbrot | kastenbrot. einfach. lecker.

Dieses einfache Weizenbrot wird mit Sauerteig und wenig Hefe gebacken und eignet sich bestens um aktiven Weizensauerteig (Roggensauerteig geht auch) zu verwerten. Das Brot benötigt insgesamt ca. 3,5 Stunden Zeit inkl. Vorteig, Ruhe- und Backzeit sofern man aktiven Sauerteig vorrätig hat.
Vorbereitung 1 Std.
Zubereitung 1 Std. 20 Min.
Zeit gesamt 3 Stdn. 30 Min.

Was Du zur Hand haben solltest …

  • Küchenmaschine
  • Teigkarte
  • Kastenform (ca. 26 x 17 cm)
  • Backpapier
  • scharfes Messer oder Rasierklinge zum einschneiden
  • Backpinsel

Zutaten
  

Vorteig

  • 300 g Weizenmehl Typ 812
  • 250 g Weizenmehl Typ 550
  • 350 g Wasser, lauwarm
  • 5 g Hefe, frisch

Hauptteig

  • 75 g aktiver Weizensauerteig aktiver Roggensauerteig geht auch
  • 15 g Zuckerrübensirup
  • 12 g Salz
  • 1-2 TL Brotgewürz optional, je nach Gusto
  • etwas neutrales Öl Sonnenblumenöl / Rapsöl
  • Reismehl zum Aufarbeiten oder normales Mehl

Anleitungen
 

aktiver Weizensauerteig – „Check“

  • Um festzustellen, ob der Sauerteig noch oder schon aktiv ist, führe ich gerne diesen simplen Test durch:
    Einfach ein Glas mit Wasser füllen und etwas Sauerteig hineingeben – schwimmt er an der Wasseroberfläche ist er aktiv – sinkt er nach unten braucht er noch ein bissel Zeit.
    Mein Anstellgut aus dem Kühlschrank aktiviere ich in der Regel immer 1:1:1 – bspw. hier 25 g Weizenanstellgut, 25 g Weizenmehl Typ 1050, 25 g lauwarmes Wasser

Vorteig:

  • Die beiden Mehle in die Schüssel der Küchenmaschine sieben und mischen. 5 g frische Hefe in 350 g lauwarmen Wasser auflösen und über die Mehlmischung giessen. Alles vermengen bis das Mehl das gesamte Hefewasser aufgenommen hat und ein zäher, klebriger Teig entstanden ist. Hierfür verwendet man am besten zuerst einen Esslöffel und arbeitet danach mit der Hand weiter.
  • Die Schüssel mit einem sauberen, feuchten Küchentuch abdecken und den Vorteig an einem warmen Ort 60 Min ruhen lassen. Während der Ruhezeit geht der Teig etwas auf.

Hauptteig:

  • Aktiven Weizensauerteig, Zuckerrübensirup und Brotgewürz zum Vorteig in die Teigschüssel geben und mit einer Teigkarte grob untermischen – das ist sehr "glitschig", muss aber so sein. Salz kommt erst später dazu!
  • Nun den Teig ca. 5 Minuten auf niedriger Stufe (2 von 7) durchkneten lassen, dann erst das Salz dazu geben und ca. 15 Minuten auf niedriger Stufe (2 von 7) weiterkneten lassen bis ein geschmeidiger, elastischer Teig entstanden ist, den man leicht mit angefeuchteten* Händen vom Knethaken ziehen kann. Um zu sehen, ob der Teig gut ausgeknetet ist, empfiehlt es sich den Fenstertest machen.
    *mit angefeuchteten Händen klebt der Teig nicht an den Händen

Fenstertest:

  • Hierfür die Hände mit Wasser anfeuchten und ein Stück Teig vorsichtig auseinander ziehen. Ist der Teig elastisch, gut dehnbar und reisst nicht, dann ist er genau richtig. Reisst er schnell, dann sollte noch ein bissel weitergeknetet werden.

Falten & dehnen:

  • Nach dem erfolgreichen Fenstertest wird der Teig gefaltet und gedehnt. Hierfür unbedingt mit nassen Händen arbeiten, ansonsten klebt der Teig zu stark! Mit einer Hand die Schüssel halten und mit der anderen Hand unter den Teig greifen und ihn nach oben ziehen, bis er sich aus der Schüssel löst. Dann wieder hinunter lassen und in die Schüssel legen. Die Schüssel um 90 Grad drehen und den Teig wieder nach oben ziehen. Den gesamten Vorgang 2-3x wiederholen.
  • Dann den Teig mit leicht eingeölten Händen (neutrales Öl), zu einer straffen Kugel formen, diese zurück in die Schüssel legen, die Schüssel mit feuchtem Tuch abdecken und den Teig 30 Min an einem warmen Ort ruhen lassen. Der Teig geht in dieser Zeit wieder ein bissel auf.

Teig formen:

  • Arbeitsfläche leicht bemehlen – ich verwende hierfür gerne das pudrige Reismehl – Teig darauf geben, mit angefeuchteten Händen zu einem Rechteck auseinanderziehen, die langen Seiten überlappend zusammenklappen.
  • Den Teig nun von der schmalen Seite zu einer Schnecke aufrollen. Dann wird die Schnecke immer wieder mit beiden Händen über die Arbeitsfläche zum Körper hingezogen, gedreht und der Vorgang so lange wiederholt bis eine straffe Kugel entstanden ist.

Backform vorbereiten:

  • Die Backform mit einer Blumenspritze mit Wasser besprühen, das Backpapier zerknäulen und die angefeuchtete Backform damit auslegen.
  • Die Teigkugel in die vorbereitete Backform legen, mit einem sauberen, angefeuchteten Küchenhandtuch abdecken und ca. 45 Minuten ruhen lassen, der Teig sollte in dieser Zeit deutlich an Volumen zunehmen.

Backofen auf 250 C Ober-/Unterhitze vorheizen.

  • Den aufgegangenen Teig mit Wasser einpinseln, mit Mehl bestäuben und mit einer Rasierklinge oder einem scharfen Messer ca. 1-2 cm tief der Länge nach einschneiden.

Backzeiten – die folgenden Zeiten sind Richtwerte:

  • … denn jeder Backofen backt anders …
    240 C – 10 Minuten
    220 C – 20 Minuten
    200 C – 10 Minuten
  • Das Brot mit Hilfe das Backpapiers aus der Form heben und mit den Fingern an der Unterseite des Brotes eine Klopfprobe machen. Klingt das Brot hohl, ist es fertig – falls dies nicht der Fall ist, einfach nochmals in die Form legen und nochmals in den Backofen schieben.
  • Das Brot aus der Kastenform heben und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Das Backpapier während der Abkühlung entfernen.

Notizen

Viel Spass beim Ausprobieren und geniessen!!!
Nur mit Butter und guter Marmelade, ich könnt mich reinlegen … und Du?
Falls Du das Rezept ausprobierst würde ich mich über Feedback freuen. Über Lob, freundliche Kritik, Tipps und Erfahrungen freue ich mich immer sehr!
Liebe Grüsse
Keyword Backen, Brot, Frühstück

11 thoughts on “geniesserles Weizenbrot | kastenbrot. einfach. lecker.

  1. Erika

    Ach, mmmhhhh fein. Kürzlich war ich in München und habe mir Sauerteigbrot mit in die Schweiz genommen. Das ist einfach eine ganz andere G‘schicht und zu schnell aufgegessen.

    Antworten
    1. geniesserle Beitragsautor

      Ja, Brote mit Sauerteig sind schon lecker … aber dafür haben die Schweizer auch sehr leckers anderes Brot & Brötle 😉 ich liebe ja das Tessinerbrot, Baslerbrot & die Bürli ❤️

      Antworten
    1. geniesserle Beitragsautor

      Hallo Rita, das kann man sicherlich – ich habe es allerdings bisher nur in der Kastenform gebacken und deswegen keinen Tipp bezüglich Temperatur & Dauer im gusseisernen Topf 🤔Hast Du denn keine Kastenform? LG Britta

      Antworten
    1. geniesserle Beitragsautor

      Hallo Regina,
      ich falte nur 1x (wiederhole aber den Vorgang – hochziehen, runterlassen, Schüssel um 90 Grad drehen 2-3x direkt hintereinander ohne Ruhepausen, so dass quasi einmal rundum gefaltet ist). Nach der Rundum-Faltung ruht der Teig 30 Minuten und wird danach direkt weiterverarbeitet wie im Rezept beschrieben.
      Ich hoffe, dass das nun verständlicher ist 😉
      Liebe Grüsse Britta

      Antworten

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