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Der Rhabarber und ich ein sehr schwieriges Thema würde ich mal sagen.
Richtige Freunde werden wir denke ich nie werden, da es in der Vergangenheit ein paar Unstimmigkeiten gegeben hat – von einer absoluten Abneigung kann man jedoch auch nicht sprechen 🙂

… also z.B. Rhabarberkompott, das ist so gar nicht meins – kommt wohl daher, dass das Kompott in meiner Kindheit für mich immer zu sauer war und meine Mutter hat es mit dem Schälen der Stangen leider auch nicht immer soooo genau genommen … sorry Mama, so hab‘ ich es in Erinnerung 😉 …

… und Rhabarberkuchen … auch nicht so mein Ding. Letzten Sommer bin ich aber doch in Versuchung gekommen einen Kuchen zu backen… und dieser Versuch ging voll in die Hose – der Backofen war total imageeingebrannt, da der „Saubatzi“ so gesaftet hat, dass alles unten aus der Springform lief und ich hab mich so dermassen aufgeregt, dass er mir dann auch nicht geschmeckt hat 😦 … eine Backofenvollreinigung stand an – leichte Spuren sind heute noch zu sehen … pffft, also da hab‘ ich gedacht, dass mir nie wieder Rhabarber ins Haus kommt!

Aaaaber als Saftschorle ist er mir schon sympathisch. w i r k l i c h!

… und so hat mich die Idee nicht losgelassen, einen Saft aus Rhabarber herzustellen.  Naja, soviel zum Thema „Sag niemals NIE“!  Nach etwas Rezeptrecherche habe ich nun meine eigene Mixtur zusammengestelltt und bin sehr zufrieden 🙂 damit … nicht zu sauer, nicht zu süss, der Ingwer gibt den Pfiff und die Vanille rundet alles ab.

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[ Zutaten ergeben ca. 600 ml Saft ]

500 – 600 g Rhabarber, gewaschen und in kleine Stücke geschnittenen*
20 g Ingwer, geschält und in kleine Stücke geschnitten
Saft einer Limette
50 g Zucker
30 g Vanillezucker, selbstgemacht
1/2 Vanilleschote**, längs aufgeschnitten
200 ml Wasser

grosses, feines Sieb
sterilisierte Flasche/n oder Gefässe

* Die Rhabarberstangen werden nicht geschält, so erhält der Saft später seine schöne Farbe.
** kann rein, muss aber nicht … bei der Schorle gibt es ein paar schwarze Pünktchen vom Vanillemark …

[ Zubereitung ]

Den klein geschnittenen Rhabarber und Ingwer in einen Topf geben, Limettensaft, beide Zuckersorten, halbe Vanilleschote** und 200 ml Wasser dazu geben, gut durchmischen und das Ganze aufkochen – nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und für weitere 10 Minuten weiterköcheln lassen. Der Rhabarber sollte zum Schluss wie Kompott aussehen…

Den Topf von der Herdplatte nehmen und alles noch ca. 20 Minuten durchziehen lassen.

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Danach wird der Topfinhalt in ein feines Sieb gegeben und die Flüssigkeit mit Hilfe eines Kochlöffels über einer Schüssel so lange ausgedrückt, bis am Ende nur noch Mus im Sieb ist.

Die Flüssigkeit noch heiss in die vorbereiten Flaschen abfüllen, abkühlen lassen und nach dem Abkühlen zur Aufbewahrung in den Kühlschrank stellen. Ich denke, dass er sich im Kühlschrank 2-3 Wochen halten sollte. Vor Gebrauch schütteln.

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Geniessen kann man den Saft in verschiedenen Varianten, bspw. mit Mineralwasser aufgiessen – dann wird das Getränk so schön rosa 😉 oder einen Schluck davon ins Gläschen Prosecco oder Sekt geben 😀 – weitere Mixgetränke werden wir noch testen 🙂

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Sogar Herrn B., der auch kein wirklicher Rhabarberfan ist, schmeckt dieser Saft 😉