Stell Dir vor es ist ein schmuddeliger Novembersonntag.

In der Küche köchelt das Rotkraut in einem grossen Topf vor sich hin, das grosse Bratenstück ist in die Röhre geschoben und wird dort über mehrere Stunden schmoren, vor dem Fenster sitzt ein Eichhörnchen im Vogelhaus und findet grossen Gefallen daran, die Vögelchen sitzen deppert in den Bäumen und zwitschern dem Eichhörnchen etwas … grosses Kino sag‘ ich nur!

Die Nachbarn werden zum Abendessen kommen und freuen sich schon darauf. Etwas irritiert schauen sie allerdings schon, als ich ihnen sage, dass wir uns erst im Garten beim Vogelhaus treffen werden.Für das selbstgekochte Rotkraut von Herrn B. machen sie aber (fast) alles 😉

… und am Vogelhaus beginnt dann auch unser langer lustiger, kulinarischer Abend mit meinem ersten selbstgemachten Glögg!!!

Was ist eigentlich Glögg?

Glögg (schwedisch; dänisch und norwegisch: gløgg, finnisch: glögi) ist ein skandinavischer Glühwein aus Rotwein und Korn oder Wodka und Gewürzen, wie z. B. Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken und ist inzwischen eines der bekanntesten Getränke in Skandinavien. Dazu werden Rosinen und geschälte Mandeln serviert, mit denen sich jeder wunschgemäß versehen kann, und die man in den warmen Glögg gibt. (Quelle. Wipikedia)

 

[ Meine Zutaten für 4 Tassen ]

1 Liter Weisswein, trocken
90 g brauner Rohrzucker
10 grüne Kardamomkapseln
10 Gewürznelken
1 Zimtstange
15 g frischer Ingwer

2 cl Calvados … oder mehr …

Cranberries oder Rosinen
geschälte Mandeln

[ und so hab’ ich den Glögg zubereitet … ]

Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Zimtstange teilen.

Alle genannten Zutaten – vom Wein bis zum Ingwer – in einen Topf geben und langsam erhitzen. Immer wieder umrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Aber Achtung – es darf nicht kochen!

Den Glögg über mehrere Stunden zugedeckt durchziehen lassen und dann die Gewürze abseihen.

Vor dem Servieren wird der Glögg erneut langsam erhitzt, darf aber auch jetzt nicht kochen! Zum Schluss kommt noch der Calvados dazu.

Ich habe die Cranberries und geschälten Mandeln gemischt und in einem Schüsselchen dazu gereicht.

So wie ich aber gelesen habe, werden klassisch Rosinen und Mandeln direkt in die Tassen gegeben oder sogar im Topf mit erhitzt – dann wird das Ganze aber sicherlich süsser. Für uns vier war er so gerade richtig!

Viel Spass beim Ausprobieren!